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Im Frühjahr 1950 wurde festgelegt, dass in Zukunft der erste
Tag im Juni den Kindern dieser Welt gewidmet sein soll. Im Jahre
1959 verankerte die UNO diesen Internationalen Kindertag in der
UNO-Erklärung "Rechte des Kindes". Aus diesem Anlass wollte man
für diesen Tag unter anderem eine besondere Attraktion für die Kinder
Dresdens schaffen. Die Anlage trug provisorischen Charakter insofern,
dass die Gebäude aus Holz und die Lokomotiven und Wagen nur ausgeliehen
waren. |
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Am 1. Juni 1950 begann der Betrieb der Kindereisenbahn. Die Spurweite
der Bahn beträgt 381 mm. Die Betriebsführung übernahmen die Dresdner
Verkehrsbetriebe. Leider wurden sämtliche Dienstposten vom Zugschaffner
bis zum Lokführer durch Erwachsene ausgeführt. Lediglich beim Einlassdienst
durften junge Pioniere den Erwachsenen helfen. Doch diese Situation
war den Kinder und Jugendlichen Dresdens nicht recht. Schließlich
wollten sie nach dem Vorbild der Pioniereisenbahn der UdSSR die
Bahn nur mit Hilfe und nicht durch die Erwachsenen fahren lassen.
Die Jungen Pioniere wollten die Bahn in eigener Verantwortung führen.
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Im Oktober 1950 konnte die Stadt Dresden, die ursprünglich ausgeliehenen
Fahrzeuge übernehmen, um eine ständige Pioniereisenbahn zu schaffen.
Im Frühjahr 1951 begann die Ausbildung der ersten Kinder zu Pioniereisenbahnern.
Am 01. Mai 1951 übernahmen die jungen Pioniereisenbahner mit Hilfe
von 5 "alten" Eisenbahnern den Betrieb auf der Anlage. Die erste
Pioniereisenbahn der DDR war gegründet. Der vorerst provisorische
Charakter wurde in den nächsten Jahren durch Umbau der Bahnanlagen,
Erweiterung der Strecke und Verbesserung der Sicherungstechnik beseitigt.
1990 wurde die Pioniereisenbahn Dresden in "Dresdner Parkeisenbahn"
umbenannt. Die Parkeisenbahn ging in das Eigentum des Freistaates
Sachsen über und wurde der Staatlichen Schlösser- und Gartenverwaltung
unterstellt. |
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Fuhren jahrelang nur offene Wagen durch den Großen Garten, kamen
1996 die ersten vier geschlossenen Wagen zum Einsatz. War man früher
auf schönes Wetter angewiesen, können heute selbst im Winter mit
den in England hergestellten Wagen Sonderfahrten durchgeführt werden.
1998 erhielten die Parkeisenbahner ihr eigenes Maskottchen - den
"Parkolino".
Seit 1999 wurde in Dresden die Gläserne Fabrik des VW-Konzerns
gebaut. Als Fläche für diesen Bau wurden u. a. die ehemaligen Ausstellungsflächen
am Straßburger Platz benutzt. Auch der Bahnhof "Straßburger Platz"
der Kindereisenbahn musste weichen. Im Jahr 2000 konnte dann der
neue Bahnhof direkt am Eingang zur Gläsernen Fabrik seiner Bestimmung
übergeben werden. Er liegt nur wenige Meter vom alten Bahnhof entfernt.
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