| Die Idee zum Bau einer Pioniereisenbahn in Plauen (Vogtl.) hatten
die Kumpel der Schachtanlage Zobes (Wismut SDAG). Die Stadt Plauen
stellte das entsprechende Gelände zur Verfügung. Die Kumpels bauten
die ersten drei Wagen und eine Lokomotive. Andere Betriebe schufen
in 15500 freiwilligen Aufbaustunden (darunter 11.000 h die Transportabteilung
der Bergbaufirma Wismut) die Gleisanlagen und Hochbauten. Die Spurweite
beträgt 600 mm. Die Pioniereisenbahn Plauen ist die einzige Pioniereisenbahn
auf dem Gebiet der DDR gewesen, die mit Fahrleitung betrieben wird.
Die Fahrdrahtspannung von 230 V und 15 A Gleichspannung wird über
ein kleines Unterwerk eingespeist. Am 07. Oktober 1959 - dem Tag
der Gründung der DDR - wurde der Betrieb auf der rund 1 km langen
Rundstrecke aufgenommen.
1997 drohte die Stilllegung der Bahn, da die Brücke über die Syra
baufällig war. Mit über 17.000 Unterschriften setzen sich die Einwohner
Plauens und die Gäste der kleinen Bahn für den Erhalt ein. Dank
der Unterstützung durch regionale Firmen konnte die Brücke durch
Spenden neu gebaut und im Jahr 2000 feierlich die Bahn wieder in
Betrieb genommen. Die Fahrzeuge dieser Parkeisenbahn entstanden
durch den Umbau von Fahrzeugen des Bergbaus. Mit der eingeleiteten
Stilllegung und Sanierung von weiten Teilen des Wismut-Bergbaus
konnte Ersatzteile und weiteres Rollmaterial zur Parkeisenbahn Plauen
umgesetzt werden.
Ende 2003 verkündete die Stadt die Streichung aller Fördermittel
für das die Kinder betreuende Personal. Es wird daher gegenwärtig
nach einem neuen Betreiber gesucht.
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